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Theologische Fakultät Heidelberg

07.10.2024 - 09.10.2024

Mit dem Beginn der Förderung des Christentums im Römischen Reich lässt sich eine schriftlich-theologische Positionierung von Kaisern gegenüber dem Christentum feststellen. Die Tagung „Der Kaiser als Theologe“ setzt es sich zum Ziel, diese überlieferten schriftlichen Zeugnisse von Kaisern der Spätantike, vor allem Traktate, aber auch Gesetzestexte, auf ihre theologische und herrschaftsideologische Programmatik hin zu befragen. Beginnend mit dem paganen Kaiser Marc Aurel im 2. Jh. n. Chr., bei dem sich zum ersten Mal eine „imperiale“ philosophische / theologische Reflexion findet, soll der Bogen bis hin zu Kaiser Heraclius im frühen 7. Jh. gespannt werden. Folgende Fragestellungen sind dabei leitend: Inwiefern geben kaiserliche Zeugnisse Aufschluss über deren theologisches bzw. philosophisches Denken und ihre Weltanschauung? Inwieweit können solche Texte tatsächlich auf die eigene schriftstellerische Tätigkeit von Kaisern zurückgeführt werden? Bedeuten solche Werke eine gewisse theologische Festlegung von Kaiser, die potentiell kirchliche Kritik hervorrufen kann? Wie beeinflussen schriftliche Darstellungen die Kirchenpolitik, wie sie beispielsweise auf Konzilien festgelegt wird? Wie beschreiben die Kaiser selbst ihre Interpretation des Verhältnisses von Religion und Politik? Welche Wirkung haben schriftliche Traktate von Kaisern auf die Kirche und Bewohner(innen) des römischen Reiches? In diesem Sinne bietet die Frage nach schriftlichen Zeugnissen einen spannenden Zugang zu den Fragen, wie Kaiser einerseits die Entwicklung des Christentums bestimmten und das Christentum andererseits das Rollenverständnis des Kaisertums veränderte.

Weitere Informationen folgen.